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Regenbogen wieder ohne Gelb – FDP Rosenheim kritisiert erneuten Ausschluss vom CSD

Regenbogen wieder ohne Gelb - FDP Ausschluss vom CSD 2026

Mit großem Bedauern und Unverständnis reagiert die FDP Rosenheim auf die Entscheidung des Organisationsteams des Christopher Street Day (CSD), Vertreterinnen und Vertreter der FDP auch in diesem Jahr von der Teilnahme auszuschließen.

Marcus Moga, Stadtrat und stellvertretender Vorsitzender der FDP Rosenheim, erklärt dazu:

„Im vergangenen Jahr wurden wir aufgrund der Abstimmung zum Migrationsantrag der Union im Bundestag ausgeladen, weil neben Teilen der FDP-Fraktion auch die AfD dem Antrag zugestimmt hat. Anfang dieses Jahres haben hingegen Grüne und Linke gemeinsam mit der AfD im Europäischen Parlament gegen das MERCOSUR-Abkommen gestimmt. Dennoch sind erneut wir diejenigen, die ausgeschlossen werden.

Dem CSD-Organisationsteam rund um die Landessprecher der Grünen Jugend scheint die politische Antipathie gegenüber der FDP wichtiger zu sein als der gemeinsame Einsatz für die Rechte queerer Menschen. Einerseits Offenheit und Toleranz zu predigen, andererseits Organisationen auszuladen, weil man ihre politischen Ansichten nicht teilt, halten wir für scheinheilig. 

Die Gerüchte, FDP-Mitglieder hätten beim ersten CSD 2023 durch unpassende Kommentare während des Umzugs negativ auf sich aufmerksam gemacht, weisen wir entschieden zurück. Die Organisatoren konnten die betreffenden Äußerungen keinem der anwesenden FDP-Mitglieder zuordnen. Dass dieser angebliche Vorfall erst drei Jahre später als Begründung herangezogen wird, lässt den Eindruck entstehen, dass nachträglich Vorwände konstruiert werden, um unsere Rolle und unser Engagement innerhalb der Community infrage zu stellen.

Hier werden Menschen aus der LGBTQI+-Community ausgeschlossen, nur weil sie aus Sicht des Organisationsteams das falsche Parteibuch besitzen. Bereits im vergangenen Jahr wurden unsere Mitglieder sowie Vertreter der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) vor Ort offen angefeindet und von Mitgliedern des CSD-Organisationsteams diffamiert.“

Die FDP Rosenheim betont, dass die Rechte queerer Menschen ein überparteiliches Anliegen sein müssen. „Gerade beim CSD sollten die Türen offenstehen für alle, die sich für Vielfalt, Akzeptanz und Gleichberechtigung einsetzen – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit“, so Moga weiter.

Die FDP werde sich auch künftig entschlossen für die Rechte und Anliegen queerer Menschen einsetzen – auf kommunaler Ebene ebenso wie auf Landes- und Bundesebene.